'Zauberhaft' gehört zu den Worten, die ich nicht so gern verwende - es klingt etwas antiquiert, etwas kitschig, etwas klischeehaft, süßlich...wenn ich aber sehe, was die schrägen abendlichen Sonnenstrahlen mit den Pflanzen machen, dann fällt mir dafür kein treffenderes Wort ein - sind sie nicht zauberhaft?
Dies ist mein virtuelles Tagebuch - hier dreht es sich um Gärten und Pflanzen, Ausflüge und Reisen, um Kultur und Kulinarisches… die Reiter unter dieser Überschrift führen auf meine anderen Seiten
Montag, 23. April 2012
Mittwoch, 11. April 2012
Veilchenduft
Heute stelle ich euch zwei echte Gartenschätze vor:
Gestern nachmittag war richtig schönes Gartenwetter - die passende Gelegenheit, endlich meine neuen Klematis einzupflanzen! Die ganze Zeit war ich umgeben von dem wunderbaren Duft eines kleinen Veilchens: die letztes Jahr gepflanzte 'Königin Charlotte' bildet in diesem Frühjahr schon einen kräftigen kleinen Tuff, dessen Blütenduft einige Meter weit trug
Viola odorata 'Königin Charlotte' blüht in einem hellen Violettblau und hat einen vollen, charakteristischen Veilchenduft. Mein frühestes Frühlingsveilchen, das im Herbst noch mal nachblüht. 'Königin Charlotte' versamt sich sortenrein und bildet mit der Zeit große Bestände. Ob sie schneckenresistent ist, habe ich noch nicht ausprobiert - die derzeit einzige Pflanze wächst innerhalb des Schneckenzauns.
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| Viola odorata 'Königin Charlotte' |
Schneckenfest: Das Grönlandveilchen, Viola labradorica (unten). Oder aber: die heimische Art Viola riviniana 'Purpurea'. Gekauft habe ich es jedenfalls als Grönlandveilchen...
Dieses schöne Veilchen mit purpurfarbenem Laub kommt als Wildpflanze sowohl in Alaska als auch in Kalifornien vor - es hält es an vollsonnigen, trockenen Standorten ebenso aus wie an schattigen Stellen mit Wurzeldruck. Man findet es in Wäldern um Sümpfen, aber auch in sandigem Boden zwischen Felsen. Es duftet kaum bis gar nicht, von Schnecken wird es völlig verschont.
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| Viola labradorica, Grönland-Veilchen oder Viola riviniana 'Purpurea'? |
Sonntag, 8. April 2012
Freitag, 6. April 2012
Magnolien
Kein schönes Osterwetter dieses Jahr, und zudem regnet es noch in die
Magnolienblüte! Bei schönem Wetter sind die Magnolien für mich die absoluten Stars unter den Frühlingsblühenden Gehölzen. Sie sind eine der ältesten Pflanzen, die sich bis in die heutige Zeit gehalten haben. Die gerade aufblühenden Knospen sind fast schöner als die voll geöffneten Blüten, denn wenn es einmal so weit ist, dann sind sie bald schon wieder verblüht...
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Im "maurischen Garten" in der Wilhelma in Stuttgart kann man den größten Magnolienhain Europas bewundern. Hier wachsen etwa 70 Exemplare, ein gutes Dutzend davon stammt noch aus der Zeit König Wilhelms I. von Würtemberg (1781-1864). Die Blütezeit dauert ungefähr von Mitte März bis Mitte April.
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Meist kennt man ja nur wenige Sorten nach Farben: am häufigsten ist die rosa Tulpenmagnolie, dann gibt es die weiße Sternmagnolie und noch eine dunklere Variante, eine gelbe hat man vielleicht auch schon gesehen...ziemlich überrascht war ich, als ich bei einem deutschen Händler über 600 Sorten im Angebot fand! Aus diesem Angebot die passende zu finden, ist gar nicht so einfach. Aber zum Glück wird man am Telefon richtig gut beraten. Wer´s ausprobieren will:
Lunaplant - die Welt der MagnolienMit diesen Bildern wünsche ich euch allen schöne Ostertage!
Mittwoch, 4. April 2012
Neue Taglilien für Baras Garten
Eine ganze Wäschewanne voller neuer Taglilien für meinen Garten! Die Auswahl der Sorten war nicht leicht....am liebsten mag ich die eher runden Blüten, Duft wäre schön, und es sollten wegen der strengen Winter hier lauter einziehende Sorten("dormant") sein... Diese sind es geworden: Brautkleid, Drewberry Candy, Dream Legacy, Exotik Candy, Fashion Bug, It´s a Miracle, Lucky Pierre, Maxfield Parnish, Rasperry Candy, Snowy Eyes und Trahlyta. Die ersten Blütenfotos gibt es dann im Sommer! Die vorgesehene Fläche ist schon ziemlich voll, aber ich habe noch so viele Wünsche...da wird wohl wieder ein Stück Rasen zu Beet werden.
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| die frisch gelockerte Erde fand Nachbars Kater ganz prima zum Wälzen, deshalb habe ich zum Schutz der Pflänzchen ein paar Stecken versenkt |
Bezugsquellen für Taglilien findet ihr hier: Faszination Hemerocallis
Dienstag, 3. April 2012
Hornveilchen - geliebte Frühjahrsblüher
Keine Frühlingsblume rührt mich mehr als die kleinen Hornveilchen,
die für kurze Zeit zu tausenden für wenig Geld angeboten werden. Mindestens dreissig habe ich inzwischen auf dem Balkon versammelt, drei der Sorten haben einen wunderbaren süßen, weichen Duft. Manche lasse ich in ihren Töpfen und setze sie später zu den Rosen in ihren großen Pflanzkübeln. Dort blühen sie dann fast bis zum Herbst. Sie lieben einen lockeren,
humosen, durchlässigen Boden. Ihre Wüchsigkeit und Langlebigkeit hängen vom Standort ab. Am schönsten und ausdauernsten gedeihen sie an einem kühlen, relativ feuchten und eher leicht
sauren, halbschattigen Standort. Leider
gehören auch die Hornveilchen zu den
bevorzugten Leckerbissen der Schnecken.
Wenn man sie nach der
ersten Blüte Rückschnitt um die
Hälfte zurück schneidet, treiben sie schnell wieder buschig durch und
bleiben dadurch langlebiger. Wie bei vielen
anderen Stauden gibt es auch bei den Hornveilchen samen- und stecklingsvermehrte
Sorten. Die samenvermehrten Hornveilchen blühen meist reicher als die stecklingsvermehrten, überdauern dafür aber meist
nicht allzu lange. Lässt man sie aussamen, tauchen sie nach dem Verblühen und
dem Verschwinden der Mutterpflanzen an den unterschiedlichsten Standorten auf.
Montag, 2. April 2012
Frühlingsgrüße aus Baras Garten
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