Sonntag, 10. Juni 2012

Metamorphose der Vorgärten

Formale Vorgärten im Limburger Land

Im Limburger Land sind die Vorgärten meist sehr gepflegt - und sehr formal. Gut getrimmte Buchspflanzungen, üppige Hosta und Hortensien sind die Lieblingspflanzen in den sorgfältig gepflegten "Schaugärten" zur Straße hin. Die Menschen scheinen die Lust am Gärtnern jedoch mehr und mehr zu verlieren. Gern werden neue Häuser im Stil alter Landsitze erbaut, aber in den letzten Jahren scheint sich die Entwicklung immer weiter weg vom Grün zu bewegen. Es bleibt allerdings: streng formal!
Die meisten der Bilder entstanden in Süd Belgien in der Gegend um Würfelt.























Vorläufiger Endpunkt der Entwicklung - der perfekt angelegte, pflegeleichte Vor"garten" ohne störende, weil Pflege erfordernde Pflanzen! Ob in diesem neu angelegten Garten wohl noch Grün geplant ist? 

Kommentare:

  1. Und das nennen die dann "Kiesgarten".

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    1. darunter stelle ich mir auch etwas anderes vor...vielleicht wäre hier "Schotterwüste" ein passender Begriff?

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  2. Das Formale ist mir in Belgien auch aufgefallen, aber die untersten Beispiele sind ja erschreckend formal!
    VG
    Elke

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  3. Schlimm,ganz schlimm.Das hat nichts mehr mit Gärten zu tun. Das ist grüner Beton.

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  4. Oh wie schlimm. Wo ich wohne gibt es ganz viel grün - Wald. Die Gärten sind üppig gestaltet mit viel Charme und "Klim-Bim". Eher rustikal, aber es geht einem das Herz auf, wenn man durch solche Gärten streift.
    Toller Blog, werde bestimmt öfter hier vorbei kommen.
    LG Lavendel

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  5. Was macht ihr gegen den Buchsbaumzünsler

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    1. Hallo, persönlich mache ich noch nichts gegen den Buchsbaumzünsler weil er bei uns noch nicht angekommen ist. Die besten Zeiträume zur Bekämpfung sind die zweite April- und die erste Julihälfte, wenn die Raupen noch sehr klein sind. Mittel der Wahl ist "Dipel", ein biologisches Mittel mit Bacillus thuringiensinsis ssp. kurstaki. Man muss mit einer Druckspritze arbeiten um die Gespinste im Innern der Sträucher zu erreichen. Wenn es nur wenig Befall gibt kann man die Gespinste Anfang April herausschneiden (die zweite Generation des Zünslers überwintert in Gespinsten). Wenn schon große Raupen da sind hilft absammeln oder der Einsatz mit dem Hochdruckreiniger.

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  6. Liebe Barbara,
    ich persönlich finde diese "versteinerten Vorgärten" auch fürchterlich. Der Ordnungssinn wird hier in einer Form gelebt, die widernatürlich ist.
    Seit Jahren halte ich Vorträge, so auch einen über Alternativen zu diesen Steinwüsten, und, oh Freude, sie kommen richtig gut an...
    Eingangs bitte ich meine Zuhörer um ihre geschätzte Phantasie. Sie sollen sich dann rein visionär, an einem richtig heißen Sommertag in eine Straße begeben, die mit altem Baumbestand, vielen Büschen und Sträuchern in den Vorgärten ein Umfeld in ungezählten grünen Schattierungen bildet. Als 2. Schritt bitte ich darum, sich nun vorzustellen, auch an einem heißen Sommertag in einem Viertel zu sein, in dem vorwiegend Stein-, Kies-, Splitt- oder Schottergärten zu finden sind. Dann frage ich meine Teilnehmer, wo sie sich persönlich wohler fühlen würden...Die Antwort ist immer eindeutig - sie spricht für das Grün!
    Wenn ich dann noch wirklich pflegeleichte und zeitsparende Alternativen vorstelle, sind es nicht wenige, die diesen Gedanken aufgreifen...
    Auch kleine Schritte, bringen uns ans Ziel - langsam, aber stetig!
    GLSonntagsgrüße Heidi

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    1. Liebe Heidi,
      das ist eine gute Vorgehensweise um die Leute zu überzeugen :-) Allerdings fallen den meisten zu Bäumen immer nur "Blätter fegen" ein, es ist ein Kreuz! Sehr schön zu dem Thema finde ich auch die Aktion "Entsteint euch" vom Museum der Gartenkultur in Illertissen http://museum-der-gartenkultur.de/de/programm/entsteint-euch
      Liebe Grüße, Barbara

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